Aktuell

Persönliche Stellungnahme zu den sexualisierten Übergriffen am Institut für Geschichtswissenschaften (IfG) der Humboldt-Universität zu Berlin

Angesichts der jahrelangen sexualisierten Übergriffe am IfG bin ich beschämt und zornig. Beschämt, weil ich in meiner Zeit als Professor am Institut Teil des Problems und nicht der Lösung war, indem auch ich weggeschaut und geschwiegen habe. Zornig bin ich, weil die Studierenden so lange mit ihren Hinweisen kein Gehör gefunden haben und erst, als der Fall öffentlich wurde, wirksame Schritte gegen den betreffenden Dozenten unternommen worden sind, und zornig auch, weil bis heute das Institut öffentlich zu den Vorfällen schweigt, die IfG-Website den Eindruck erweckt, als sei nichts geschehen. (Weiterlesen →)

„Goldmedaille“ für Berliner Historiker

Von Amory Burchard, Tagesspiegel vom 16.12.2022

„Auf die Bürokratie verzichte ich gern und auf die üblichen Querelen an der Uni“, sagt Michael Wildt. Mit Ende des Wintersemesters 2021/22 ging er an der Humboldt-Universität als „Professor für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit einem Schwerpunkt in der Zeit des Nationalsozialismus“ in den Ruhestand.
Auch wenn Wildt nicht wie viele andere prominente Hochschullehrer:innen noch ein paar Jahre als Seniorprofessor an der HU weitermacht – das Programm wurde wegen des Spardrucks heruntergefahren – wird es keineswegs ruhig um den Holocaustforscher. mehr lesen…

SPIEGEL-Essay

Ukraine-Krieg, „Zeitenwende“ und Geschichte
»Zeitenwende« ist ein großes Wort in dieser an Zeitenwenden so reichen Zeit. Sicher drückt der Begriff zunächst einmal ein Gefühl aus, dass die lange geschichtliche Periode, in der wir uns in Mitteleuropa sicher und wohlversorgt glaubten, durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ein Ende gefunden hat. Der Blick in die Zukunft ist nicht mehr zuversichtlich, zumal sich mehrere globale Krisen gegenseitig zu verstärken drohen.
Es stellt sich daher die Frage, ob wir in dieser »Zeitenwende« nicht auch über unsere Vergangenheitsbezüge nachdenken müssten – und ob der historische Horizont der vergangenen Jahrzehnte ausreicht, um der neuen Gegenwart zu begegnen.
Link zum SPIEGEL

Preis des Historischen Kollegs München 2022

Michael Wildt erhält den Preis des Historischen Kollegs 2022

Mit dem Preis des Historischen Kollegs wird in diesem Jahr Michael Wildt ausgezeichnet, der an der Humboldt-Universität zu Berlin die Professur für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus innehatte. Er erhält die Auszeichnung vornehmlich für sein Buch „Zerborstene Zeit. Deutsche Geschichte 1918–1945“ (Verlag C.H.Beck, 2. Auflage München 2022, 638 S.). Der zum 14. Mal verliehene Preis ist mit 30.000 Euro dotiert und hat sich als deutscher Historikerpreis etabliert.

Michael Wildt verbindet in seinem preisgekrönten, stilistisch herausragenden Werk eine atmosphärisch dichte Darstellung der politischen Geschichte dieser Epoche… weiterlesen

Im Rausch des Bildersturms

„Völlig sinnlos, noch etwas zu sagen, da mitten hinein ins Gebrüll. Niemand hört zu, im schlimmsten Fall brüllen sie lauter […] denn die Deutschen sind ja deswegen so laut, weil sie es seit Jahren so verdammt ernst meinen mit der Bekämpfung des Antisemitismus in ihrem Land und darin gerade wieder so schrecklich betrogen worden sind. Dabei zerstört vor allem dieses Brüllen alles, jedes Ringen um Vernunft, Augenmaß, Verständigung, Fakten.“
Eva Menasses geistreicher Essay zur Debatte um Antisemitismus und Documenta im SPIEGEL

Die Erinnerung an den Holocaust in der Ukraine und der gegenwärtige Krieg

„Allerdings wurde in der Aufarbeitung des deutschen Vernichtungskrieges die Sowjetunion mit Russland gleichgesetzt und nicht gesehen, dass die nationalsozialistischen Massenverbrechen vor allem in der Ukraine, Belarus, Polen begangen wurden. Dass es dort auch stalinistische Massenverbrechen gab. In Deutschland weiß man nach wie vor sehr wenig über die Gewaltgeschichte in Osteuropa.“

Das ganze Interview in der Frankfurter Rundschau vom 9.4.2022 ist zu lesen hier…

„Zerborstene Zeit“: Nr. 1 der Sachbuch-Bestenliste von ZEIT, Deutschlandfunk Kultur und ZDF Aspekte im März 2022

Hier zur Liste
Die Jury: René Aguigah (Deutschlandfunk Kultur), Peter Arens (ZDF), Susanne Billig (Deutschlandfunk Kultur), Ralph Bollmann (FAS), Stefan Brauburger (ZDF), Alexander Cammann (DIE ZEIT), Gregor Dotzauer (Der Tagesspiegel), Heike Faller (DIE ZEIT), Daniel Fiedler (ZDF), Jenny Friedrich-Freksa (Kulturaustausch), Manuel J. Hartung (DIE ZEIT), Thorsten Jantschek (Deutschlandfunk Kultur), Kim Kindermann (Deutschlandfunk), Inge Kutter (DIE ZEIT), Hannah Lühmann (Die Welt), Ijoma Mangold (DIE ZEIT), Tania Martini (taz), Susanne Mayer (DIE ZEIT), Catherine Newmark (Deutschlandfunk Kultur), Jutta Person (freie Literaturkritikerin), Bettina von Pfeil (ZDF), Jens-Christian Rabe (Süddeutsche Zeitung), Christian Rabhansl (Deutschlandfunk Kultur), Anne Reidt (ZDF), Anna Riek (ZDF), Stephan Schlak (Zeitschrift für Ideengeschichte), Hilal Sezgin (freie Autorin), Catrin Stövesand (Deutschlandfunk), Elisabeth von Thadden (DIE ZEIT), Julia Voss (Leuphana-Uni Lüneburg).

Gespür für historische Umbrüche

Rezension von Dietmar Süß in der Süddeutschen Zeitung vom 31. Januar 2022:
„Michael Wildt hat ein grandioses Buch über die Zeit zwischen 1918 und 1945 geschrieben. In „Zerborstene Zeit“ geht es nicht um ein glattes Narrativ, sondern um die Empfindungen und Erfahrungen der Zeitgenossen: „Geschichte von unten“ in seiner besten Ausprägung.“ Mehr lesen…

Brüche in den Individuen: Michael Wildt über „Zerborstene Zeit“

Nicht von den Kommandohöhen der Politik die Geschichte der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus betrachten, war das Anliegen des Historikers Michael Wildt für sein neues Buch. Stattdessen rückt er die Wahrnehmungs- und Erfahrungsgeschichte in den Fokus, etwa durch private Tagebücher von Zeitzeugen.
Ein Gespräch zwischen Harald Asel und Michael Wildt auf Inforadio Berlin. Hier zum Nachhören.

Elisabeth von Dücker

Erst heute habe ich erfahren, dass eine wunderbare Kollegin, Historikerin: Elisabeth von Dücker am 9. Juli 2020 gestorben ist. Ich kannte sie als Gründerin und inspirierende Kraft des Stadtteilarchivs Ottensen; sie hat das fabelhafte Wandbild „Frauenarbeit im Hamburger Hafen“ mit anderen Frauen und Künstlerinnen realisiert; sie war im Altonaer Museum und im Hamburger Museum der Arbeit eine engagierte Kustodin, die die damals anstößige, anstoßende Ausstellung „Sexarbeit“ kuratiert hat… und vieles mehr. Ich habe sie sehr geschätzt und trauere um sie! Wer mehr über sie erfahren möchte, sollte dieses schöne Porträt von Juliane Brumberg lesen.

Himmlers Dienstkalender

Die Dienstkalender des SS-Chefs Heinrich Himmler wurden lange unter Verschluss gehalten. Die bürokratischen Eintragungen verraten viel über die Arbeitsweise und Gedankenwelt des Holocaust-Organisators.
Meine Rezension des Buches: Die Organisation des Terrors. Der Dienstkalender Heinrich Himmlers 1945-1945. Herausgegeben im Auftrag des Deutschen Historischen Instituts Moskau von Matthias Uhl, Thomas Pruschwitz, Martin Holler, Jean-Luc Leleu und Dieter Pohl, Piper-Verlag 2020, im „SPIEGEL“, 27. März 2020
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Buchkritik im Deutschlandfunk Kultur

Jens Balzer bespricht „Die Ambivalenz des Volkes“
„Der Band besteht aus einer Reihe von Aufsätzen, die größtenteils schon in Fachpublikationen veröffentlicht wurden. Doch ist die Lektüre auch für den geschichtswissenschaftlichen Laien ein großer Gewinn: Eindrücklich verbindet Wildt Politik- und Alltagsgeschichte.“
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Völkische Moderne

Michael Wildt beschreibt die NS-Gesellschaft als eine der trügerischen Gleichheit. Rezension von Hannes Schwenger im „Tagesspiegel“ vom 14. August 2019:

„Dass alle Gewalt vom Volke ausgeht, lässt sich schwerlich bestreiten – ob es die Bastille stürmt, Synagogen anzündet, die Stasizentrale besetzt oder Flüchtlingsheime in Brand setzt. Michael Wildt, Professor an der Berliner Humboldt-Universität, spricht deshalb mit Recht im Titel seines jüngsten Buches von der „Ambivalenz des Volkes“. mehr lesen…

Alltagsgeschichte und Eigen-Sinn. Nachruf auf Alf Lüdtke (1943 – 2019)

Alf Lüdtke war ein herausragender Historiker, weil er keinen hierarchischen Dünkel besaß, sondern gleichberechtigt Wissenschaft betrieb. Er hörte zu, ohne auf den akademischen Status zu achten. Neugierig, aufmerksam, aber stets auf Genauigkeit und Differenzierung pochend, hat er wie kaum ein anderer deutscher Historiker nachfolgende Wissenschaftler/innen geprägt und gefördert.

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Schicksalsjahr 1938

Deutschland, 9. November 1938: In der sogenannten Reichspogromnacht beteiligen sich zahlreiche Menschen an Gewalttaten gegen Juden. Um die brutalen Übergriffe zu analysieren, muss man das ganze Jahr in den Blick nehmen. Eine Zeit, in der das NS-Regime begann, seine Expansionspläne umzusetzen; in der es die systematische Deportation von Zehntausenden Menschen organisierte und den Terror als Mittel forcierte, um die Juden außer Landes zu treiben.
Gastbeitrag für ZEIT-online. Hier mehr lesen….

Neu bei „Geschichte der Gegenwart“: Reizwort „Volk“

Um einem populistischen, biologisch begründeten Volksbegriff ein anderes Konzept entgegenzusetzen, reicht es nicht aus, auf die Verfassung hinzuweisen. Wer zum Volk gehört, war immer auch eine Frage der Inklusion und Exklusion und Verhandlungssache. Umso wichtiger, kulturelle Differenz nicht zu politisieren. Mehr…

Zum Tod von Reinhard Rürup

Vor wenigen Tagen ist Prof. Dr. Reinhard Rürup (1934-2018) im Alter von 83 Jahren gestorben. Reinhard Rürup war ein herausragender Historiker, der mit seinen Publikationen der Forschung entscheidende Impulse gegeben hat, und ein überaus feinsinniger und engagierter Kollege, ohne dessen tatkräftiger Initiative die heute mit einer jährlichen Zahl von über einer Million Besucherinnen und Besuchern zentralen Berliner Gedenkstätte Topographie des Terrors nicht verwirklicht worden wäre.

Reinhard Rürup studierte Geschichte und Germanistik in Freiburg und Göttingen, promovierte 1962 bei Percy Ernst Schramm mit einer Studie über den Pietisten Johann Jakob Moser, (Weiterlesen →)

AfD-Weltbild: Wer ist das Volk?

Diskussionsveranstaltung im Jüdischen Museum, Berlin, 11. Oktober 2017

Michael Wildt, Alexander Häusler, Moderation: Nina Armin

Tagesspiegel vom 12. Oktober: „Volksgemeinschaft oder Staatsbürgerinnen: Im Jüdischen Museum wurde die Welt der AfD diskutiert – und warum sie Chancen hat, noch mehr Köpfe zu besetzen…“ weiterlesen

„AfD-Volksbegriff widerspricht dem Grundgesetz“

Vis à vis: Gespräch mit dem Inforadio Berlin, 9. Oktober 2017

In 13 Landtagen ist die AfD bereits vertreten, jetzt sitzt sie auch im Bundestag. Und ihr Spitzenpersonal spart nicht mit markigen Worten. „Wir wollen uns unser Land und unser Volk zurückholen“ – hat Spitzenkandidat Alexander Gauland am Wahlabend gesagt. Der Historiker Michael Wildt von der Berliner Humboldt-Universität kommt in seinem Buch „Volk, Volksgemeinschaft, AfD“ zu dem Schluss, dass das Volk eine Art Auslaufmodell ist. Dietmar Ringel hat mit ihm gesprochen.
Link zur Sendung

Der Einsatzgruppen-Prozess (Fall 9) 1947/48

Vortrag am 11. Juli 2017, 19 Uhr

Topographie des Terrors, Niederkirchnerstr. 8, Berlin

Wenn es einen Prozess gegen die Täter des Holocaust gegeben hat, dann war es der Fall 9 der Nürnberger Nachfolgeprozesse gegen die Führer der SS-Einsatzgruppen und -Einsatzkommandos 1947/48. Hauptangeklagter war Otto Ohlendorf, Amtschef im Reichssicherheitshauptamt und Chef der Einsatzgruppe D, nach eigener Aussage verantwortlich für den Tod von 90.000 Menschen.

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Vortrag zur NS-Volksgemeinschaft

anlässlich der
Eröffnung der Ausstellung
Das „KdF-Seebad Rügen“ – Fotografien aus der Planungs- und Bauphase 1935 bis 1938
am 11. Juni 2017 im Prora-Zentrum
Grußwort von Patrick Dahlemann, Parlamentarischer Staatssekretär
Einführung in die Geschichte der Fotografien von Wim Cox, Köln
Vortrag zur nationalsozialistischen Volksgemeinschaft von Michael Wildt
Die Ausstellung zeigt Fotos des „KdF-Seebades Rügen“ von den Fotografen Hugo Schmölz und Karl Hugo Schmölz, darunter Entwurfs- und Modellaufnahmen sowie detaillierte Dokumentationen des Bauprozesses in den Jahren 1935 bis 1938. Diese Aufnahmen werden erstmals öffentlich gezeigt.

Die ersten 100 Tage

Mittwoch, 24. Mai 2017, 19 Uhr
Einstein-Forum Potsdam
Die ersten 100 Tage. Autokratische Machtsicherung im Vergleich
Diskussionsveranstaltung mit Bernd Greiner und Michael Wildt
Gesprächsleitung: Martin Schaad, Potsdam

Ob und wie Autokraten ihre Macht festigen, entscheidet sich häufig schon am Anfang ihrer Regierungszeit, in den berühmt-berüchtigten „100 Tagen“ nach der Amtsübernahme. Und noch eine zweite Erfahrung schlägt zu Buche: Was zählt, sind nicht allein der Wille zur vollkommenen Macht, das Auftreten und der Rückhalt des „starken Mannes“.(Weiterlesen →)

Aktuelle Rezensionen zu „Volk, Volksgemeinschaft, AfD“

Sächsische Zeitung, 8. Mai
„Die Lehre dieses knappen, aber überaus nützlichen Buches: Wer zum Volk gehört und wer nicht, wurde in der Vergangenheit stets ausgehandelt – vom Volk.“ mehr…
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Mai
„Wer ist denn, bitte, das Volk? …. eine höchst aufschlussreiche Streitschrift.“ mehr…
Nordwestzeitung, 28. April
„Ein wichtiges und hochaktuelles Buch, das allen empfohlen ist, die sich mit populistischen Vorstellungen und den Konzepten von „Volk“ auseinandersetzen wollen.“ mehr…
Deutschlandfunk Kultur, 22. April
„Dieses lehrreiche, einem Schnellkurs gleichende Buch legt mit Zitaten von AfD-Politikern und dem Parteiprogramm dar, dass die AfD ein homogenes Volk anstrebt, das Abstammungsprinzip oder Blutrecht im Staatsbürgerrecht wiedereinführen will.“ mehr…

Was tun gegen Populismus? Jan-Werner Müller und Michael Wildt im Gespräch

Literaturhaus Berlin, 24. April, 20 Uhr
»Wir sind das Volk!« Das ist ein mächtiger und anspruchsvoller Satz, vor allem in einer Demokratie, in der das Volk herrscht. »Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus« heißt es im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Der Historiker Michael Wildt lotet in seinem Buch »Volk, Volksgemeinschaft, AfD« die Ambivalenzen und Abgründe des politischen Konzepts des Volkes aus (Weiterlesen →)

Buchvorstellung Leipziger Buchmesse

Zeitgeschichtliches Forum, 23. März: Die neue Rechte und die Rückabwicklung der Moderne
Die menschenverachtende Ideologie der Neuen Rechten fußt auf Ideen der 1920er und 1970er Jahre: antidemokratisch, völkisch, antimodern, rassistisch, antisemitisch. Neu-rechte Vordenker befeuern ein gesellschaftliches Klima, in dem Gewalttaten von rechtsextremen Tätern explosionsartig zu genommen haben. Doch wie können sich Demokraten den Feinden demokratischen Denkens entgegenstellen? Wie können die Errungenschaften die Moderne verteidigt werden? Und was passiert, wenn „das Volk“ die Demokratie nicht mehr will?(Weiterlesen →)

Claus Leggewie über „Volk, Volksgemeinschaft, AfD“

Süddeutsche Zeitung, 21. März 2017: „Ebenso tief schürft die Studie von Michael Wildt über den von der AfD zu Tode gerittenen Topos des Volkes, dessen Oszillieren zwischen Volksgemeinschaft und Demos der erfahrene NS-Forscher deutlich macht. Das Konzept der neuen Rechten ist, an solche Ambiguitäten anzuknüpfen und bequeme Konsense aufzubrechen. (Weiterlesen →)

Photographing under Dictatorships of the Twentieth Century: Public Spheres and Photographic Practices

Humboldt University Berlin, 26. – 28. October 2016

The visibility of power has always been indispensable for dictatorships — and photography was the leading medium of visual representation throughout most of the twentieth century. Particularly in dictatorships that lack independent media outlets, small public spheres or “kleine Öffentlichkeiten” (Gerhards/Neidhardt) can emerge. They are used by different communication communities, also in visual terms. The conference focuses on these various small public spaces and the attempts of dictatorial regimes to control these visual representations of the socio-political order, including private production.

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