Richard Probst über „Zerborstene Zeit“, Süddeutsche Zeitung, 27. Juli 2026
„Der Historiker Michael Wildt zählt zu den besten Kennern der NS-Geschichte in Deutschland. Vor einigen Jahren hat er ein Opus magnum über die etwa 30 Jahre zwischen der Revolution von 1918 und dem Zusammenbruch des NS-Staates 1945 vorgelegt. Dabei geht es ihm nicht um eine glatte Meistererzählung, sondern um den Blick und die Empfindungen der Zeitgenossen. Mithilfe von Tagebüchern bekannter und weniger bekannter Menschen gelingt es Wildt, ein Gespür für die Offenheit historischer Prozesse und Erfahrungen, für Brüche und Widersprüche zu vermitteln. Eine grandiose ‚Geschichte von unten‘ über das Zeitalter der Extreme, verwoben mit den großen Linien der Politik.“
Schlagwort: 20. Jahrhundert
Gespür für historische Umbrüche
Rezension von Dietmar Süß in der Süddeutschen Zeitung vom 31. Januar 2022:
„Michael Wildt hat ein grandioses Buch über die Zeit zwischen 1918 und 1945 geschrieben. In „Zerborstene Zeit“ geht es nicht um ein glattes Narrativ, sondern um die Empfindungen und Erfahrungen der Zeitgenossen: „Geschichte von unten“ in seiner besten Ausprägung.“ Mehr lesen…
Zum Tod von Reinhard Rürup
Vor wenigen Tagen ist Prof. Dr. Reinhard Rürup (1934-2018) im Alter von 83 Jahren gestorben. Reinhard Rürup war ein herausragender Historiker, der mit seinen Publikationen der Forschung entscheidende Impulse gegeben hat, und ein überaus feinsinniger und engagierter Kollege, ohne dessen tatkräftiger Initiative die heute mit einer jährlichen Zahl von über einer Million Besucherinnen und Besuchern zentralen Berliner Gedenkstätte Topographie des Terrors nicht verwirklicht worden wäre.
Reinhard Rürup studierte Geschichte und Germanistik in Freiburg und Göttingen, promovierte 1962 bei Percy Ernst Schramm mit einer Studie über den Pietisten Johann Jakob Moser, (Weiterlesen →)