Mittwoch, 24. Mai 2017, 19 Uhr Einstein-Forum Potsdam Die ersten 100 Tage. Autokratische Machtsicherung im Vergleich Diskussionsveranstaltung mit Bernd Greiner und Michael Wildt Gesprächsleitung: Martin Schaad, Potsdam Ob und wie Autokraten ihre Macht festigen, entscheidet sich häufig schon am Anfang ihrer Regierungszeit, in den berühmt-berüchtigten „100 Tagen“ nach der Amtsübernahme. Und noch eine zweite Erfahrung schlägt zu […]

Aus dem Blog: History Matters

Inge Marßolek

Foto: Andrea Genest
Foto: Andrea Genest

Am 16. April wäre Inge Marßolek, eine wunderbare Freundin und kluge Historikerin, 70 Jahre geworden:

„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ (John Green), heißt es in der Todesanzeige für Inge. Nur wenige Wochen dauerte es von der Krebsdiagnose bis zu ihrem Tod am 12. August 2016. Auf dem Herausgeber_innen-Treffen von WerkstattGeschichte am 28. Mai in Berlin hat sie noch engagiert mitdiskutiert und den Vorsitz des Vereins für kritische Geschichtsschreibung an Eckart Schörle übergeben. Mit Inge verlieren wir eine kluge, erfahrene, offene und herzliche Kollegin, Historikerin, Freundin, die WerkstattGeschichte mitgegründet und die Zeitschrift mitgeprägt hat.
(Weiterlesen →)

Volksjustiz

Wer wissen möchte, was geschieht, wenn das Volk Recht spricht, findet in dem Theaterstück „Terror“ von Ferdinand von Schirach, das am 17. Oktober mit großem Medienrummel im Ersten Deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde, ein anschauliches Beispiel. Darin geht es um ein fiktives Gerichtsverfahren gegen einen Kampfjetpiloten der Bundesluftwaffe, der – in einem fiktiven Fall – ein Passagierflugzeug mit 164 Passagieren abgeschossen hat, das von einem Terroristen in seine Gewalt gebracht worden war und offenbar auf ein Stadion gelenkt werden sollte, in dem sich rund 70.000 Menschen aufgehalten hatten. Dürfen 160 Menschenleben geopfert werden, um 70.000 Menschenleben zu retten?

(Weiterlesen →)

Aktuell

Die ersten 100 Tage

Mittwoch, 24. Mai 2017, 19 Uhr
Einstein-Forum Potsdam
Die ersten 100 Tage. Autokratische Machtsicherung im Vergleich
Diskussionsveranstaltung mit Bernd Greiner und Michael Wildt
Gesprächsleitung: Martin Schaad, Potsdam

Ob und wie Autokraten ihre Macht festigen, entscheidet sich häufig schon am Anfang ihrer Regierungszeit, in den berühmt-berüchtigten „100 Tagen“ nach der Amtsübernahme. Und noch eine zweite Erfahrung schlägt zu Buche: Was zählt, sind nicht allein der Wille zur vollkommenen Macht, das Auftreten und der Rückhalt des „starken Mannes“.(Weiterlesen →)

Aktuelle Rezensionen zu „Volk, Volksgemeinschaft, AfD“

Sächsische Zeitung, 8. Mai
„Die Lehre dieses knappen, aber überaus nützlichen Buches: Wer zum Volk gehört und wer nicht, wurde in der Vergangenheit stets ausgehandelt – vom Volk.“ mehr…
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Mai
„Wer ist denn, bitte, das Volk? …. eine höchst aufschlussreiche Streitschrift.“ mehr…
Nordwestzeitung, 28. April
„Ein wichtiges und hochaktuelles Buch, das allen empfohlen ist, die sich mit populistischen Vorstellungen und den Konzepten von „Volk“ auseinandersetzen wollen.“ mehr…
Deutschlandfunk Kultur, 22. April
„Dieses lehrreiche, einem Schnellkurs gleichende Buch legt mit Zitaten von AfD-Politikern und dem Parteiprogramm dar, dass die AfD ein homogenes Volk anstrebt, das Abstammungsprinzip oder Blutrecht im Staatsbürgerrecht wiedereinführen will.“ mehr…

Was tun gegen Populismus? Jan-Werner Müller und Michael Wildt im Gespräch

Literaturhaus Berlin, 24. April, 20 Uhr
»Wir sind das Volk!« Das ist ein mächtiger und anspruchsvoller Satz, vor allem in einer Demokratie, in der das Volk herrscht. »Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus« heißt es im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Der Historiker Michael Wildt lotet in seinem Buch »Volk, Volksgemeinschaft, AfD« die Ambivalenzen und Abgründe des politischen Konzepts des Volkes aus (Weiterlesen →)

Buchvorstellung Leipziger Buchmesse

Zeitgeschichtliches Forum, 23. März: Die neue Rechte und die Rückabwicklung der Moderne
Die menschenverachtende Ideologie der Neuen Rechten fußt auf Ideen der 1920er und 1970er Jahre: antidemokratisch, völkisch, antimodern, rassistisch, antisemitisch. Neu-rechte Vordenker befeuern ein gesellschaftliches Klima, in dem Gewalttaten von rechtsextremen Tätern explosionsartig zu genommen haben. Doch wie können sich Demokraten den Feinden demokratischen Denkens entgegenstellen? Wie können die Errungenschaften die Moderne verteidigt werden? Und was passiert, wenn „das Volk“ die Demokratie nicht mehr will?(Weiterlesen →)

Claus Leggewie über „Volk, Volksgemeinschaft, AfD“

Süddeutsche Zeitung, 21. März 2017: „Ebenso tief schürft die Studie von Michael Wildt über den von der AfD zu Tode gerittenen Topos des Volkes, dessen Oszillieren zwischen Volksgemeinschaft und Demos der erfahrene NS-Forscher deutlich macht. Das Konzept der neuen Rechten ist, an solche Ambiguitäten anzuknüpfen und bequeme Konsense aufzubrechen. (Weiterlesen →)

Photographing under Dictatorships of the Twentieth Century: Public Spheres and Photographic Practices

Humboldt University Berlin, 26. – 28. October 2016

The visibility of power has always been indispensable for dictatorships — and photography was the leading medium of visual representation throughout most of the twentieth century. Particularly in dictatorships that lack independent media outlets, small public spheres or “kleine Öffentlichkeiten” (Gerhards/Neidhardt) can emerge. They are used by different communication communities, also in visual terms. The conference focuses on these various small public spaces and the attempts of dictatorial regimes to control these visual representations of the socio-political order, including private production.

(Weiterlesen →)