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	<title>Judenverfolgung Archives - Prof. Dr. Michael Wildt</title>
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	<description>Humboldt-Universität zu Berlin</description>
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		<title>Schicksalsjahr 1938</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Wildt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Nov 2018 11:52:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Deutschland, 9. November 1938: In der sogenannten Reichspogromnacht beteiligen sich zahlreiche Menschen an Gewalttaten gegen Juden. Um die brutalen Übergriffe zu analysieren, muss man das ganze Jahr in den Blick nehmen. Eine Zeit, in der das NS-Regime begann, seine Expansionspläne umzusetzen; in der es die systematische Deportation von Zehntausenden Menschen organisierte und den Terror als [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Deutschland, 9. November 1938: In der sogenannten Reichspogromnacht beteiligen sich zahlreiche Menschen an Gewalttaten gegen Juden. Um die brutalen Übergriffe zu analysieren, muss man das ganze Jahr in den Blick nehmen. Eine Zeit, in der das NS-Regime begann, seine Expansionspläne umzusetzen; in der es die systematische Deportation von Zehntausenden Menschen organisierte und den Terror als Mittel forcierte, um die Juden außer Landes zu treiben.<br />
<strong>Gastbeitrag für ZEIT-online</strong>. <a href="https://www.zeit.de/wissen/geschichte/2018-11/novemberpogrome-vorgeschichte-judenverfolgung-vertreibung-antisemitismus-nazizeit" target="_blank" rel="noopener">Hier mehr lesen&#8230;.</a></p>
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		<title>Zum Tod von Reinhard Rürup</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Wildt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Apr 2018 19:11:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor wenigen Tagen ist Prof. Dr. Reinhard Rürup (1934-2018) im Alter von 83 Jahren gestorben. Reinhard Rürup war ein herausragender Historiker, der mit seinen Publikationen der Forschung entscheidende Impulse gegeben hat, und ein überaus feinsinniger und engagierter Kollege, ohne dessen tatkräftiger Initiative die heute mit einer jährlichen Zahl von über einer Million Besucherinnen und Besuchern [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor wenigen Tagen ist Prof. Dr. Reinhard Rürup (1934-2018) im Alter von 83 Jahren gestorben. Reinhard Rürup war ein herausragender Historiker, der mit seinen Publikationen der Forschung entscheidende Impulse gegeben hat, und ein überaus feinsinniger und engagierter Kollege, ohne dessen tatkräftiger Initiative die heute mit einer jährlichen Zahl von über einer Million Besucherinnen und Besuchern zentralen Berliner Gedenkstätte Topographie des Terrors nicht verwirklicht worden wäre.</p>
<p>Reinhard Rürup studierte Geschichte und Germanistik in Freiburg und Göttingen, promovierte 1962 bei Percy Ernst Schramm mit einer Studie über den Pietisten Johann Jakob Moser, <span id="more-2231"></span>und war anschliessend Assistent am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. Nach seiner Habilitation wurde er 1975 zum Professor für Neuere Geschichte an der Technischen Universität Berlin berufen, wo er bis zu seiner Emeritierung 1999 blieb, mit Gastprofessuren in Berkeley, Stanford, Harvard und Jerusalem. Seine zahlreichen Doktorand/innen und Habilitand/innen haben heute selbst renommierte wissenschaftliche Positionen inne.</p>
<p>Rürup gehörte zunächst zu den Reformern der Geschichte der Revolution 1918/19 in Deutschland und befreite deren Historiographie von den politischen Schlacken des Kalten Krieges. Internationales Renommee erwarb er sich mit seinen Studien zum Antisemitismus in Deutschland und Europa, die sozial- wie kulturgeschichtlich einen Standard für die historische Antisemitismusforschung setzten. Von 1999 bis 2005 leitete er zusammen mit Wolfgang Schieder das umfassende Forschungsprojekt zur Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (der Vorläuferorganisation der heutigen Max-Planck-Gesellschaft) im Nationalsozialismus, das wiederum einen Meilenstein in der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit der deutschen Wissenschaftsgeschichte darstellte.</p>
<p>Wer das Glück hatte, mit Reinhard Rürup zusammenzuarbeiten, weiss, mit welcher fachlichen Kompetenz, Neugier und Aufmerksamkeit er die Forschungen anderer beobachtete, mit Kritik nicht sparte, sie jedoch stets mit Respekt und Anerkennung zu formulieren wusste und damit einen Ton wissenschaftlicher Kooperation setzte, der schon damals selten war und den wir heute vermissen. Seine große Kompetenz, als Mediator zu wirken, hat ihn auch nach seiner Emeritierung zu einem gefragten Vorsitzenden von wissenschaftlichen Gremien werden lassen. Reinhard Ruerup hat gezeigt, dass wissenschaftlicher Klarheit, fachliche Kompetenz, gesellschaftliches Engagement und respektvolle Kollegialität miteinander verbunden sein können. Wir werden ihn sehr vermissen.</p>
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		<title>Hugo Heymann und die Dienstvilla des Bundespräsidenten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Wildt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Aug 2017 19:21:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Seit einigen Wochen wird in der Presse über die Dienstvilla des Bundespräsidenten im Berliner Stadtteil Dahlem berichtet (Süddeutsche Zeitung, Spiegel-online, Welt und andere). Es geht um die Erinnerung an den jüdischen Vorbesitzer Hugo Heymann, der die Villa 1926 erworben und Anfang Februar 1933 zu sehr ungünstigen Bedingungen verkauft hat – zu einer Zeit, als Adolf [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einigen Wochen wird in der Presse über die Dienstvilla des Bundespräsidenten im Berliner Stadtteil Dahlem berichtet (<a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/berlin-dienstvilla-mit-vergangenheit-1.3637139" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Süddeutsche Zeitung</a>, <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/berlin-der-bundespraesident-und-seine-villa-die-dunkle-geschichte-a-1163305.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spiegel-online</a>, <a href="https://www.welt.de/print/die_welt/politik/article167611490/Das-dunkle-Erbe-der-Praesidentenvilla.html?wtrid=socialmedia.email.sharebutton" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Welt </a>und andere). Es geht um die Erinnerung an den jüdischen Vorbesitzer Hugo Heymann, der die Villa 1926 erworben und Anfang Februar 1933 zu sehr ungünstigen Bedingungen verkauft hat – zu einer Zeit, als Adolf Hitler seit einer Woche Reichskanzler war und die neue Regierung keinen Hehl aus ihrer antisemitischen Politik machte. In einem &#8222;Tagesspiegel&#8220;-Artikel vom 6. September habe ich die Geschichte des Ehepaars Heymann zusammengefasst. <a href="http://www.tagesspiegel.de/wissen/streit-um-gedenken-in-dahlem-das-schicksal-des-vorbesitzers-der-bundespraesidenten-villa/20286784.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Link zum Artikel</a></p>
<p>2016 hatten Frau Dr. Julia Hörath und ich im Auftrag des Bundespräsidialamtes ein Gutachten verfasst, <span id="more-2214"></span>das die Umstände des Verkaufs und das weitere Schicksal des Ehepaars Heymann im NS-Deutschland untersucht. Wer sich zu den Hintergründen dieses Falls informieren möchte, sei auf dieses Gutachten verwiesen, das auf der Website des Bundespräsidialamtes  zur Verfügung steht. Weitere, neue Erkenntnisse zu dem Fall sind willkommen. <a href="http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Downloads/DE/Anhaenge/Gutachten-Dienstvilla-Berlin-Dahlem.pdf?__blob=publicationFile" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Download</a></p>
<p>Im Gutachten empfehlen Frau Hörath und ich die Initiative des Historikers Julius Reitzenstein aufzugreifen und einen Stolperstein vor der Dienstvilla zu verlegen. Inzwischen denke ich, dass eine Gedenktafel angemessener ist, weil sie größeren Raum bietet, um an die Verfolgungsgeschichte von Hugo Heymann zu erinnern.</p>
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