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	<title>Blog Archives - Prof. Dr. Michael Wildt</title>
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	<description>Humboldt-Universität zu Berlin</description>
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		<title>„Wir sind in keinem Jahr 1933, weder hier noch in den USA“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Wildt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 May 2025 09:18:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Interview in der Frankfurter Rundschau, 22.5.2025 &#8222;Man muss hier schon einen Unterschied zu heute in den Blick nehmen und das ist die Gewalt in Weimar: 400 000 SA-Männer standen bereit – eine paramilitärische, gewaltbereite Miliz, die offen zur Einschüchterung, Bedrohung und Gewalt gegen politische Gegner und Minderheiten, also gegen Linke, Kommunisten, Sozialdemokraten und ebenso gegen Juden [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Interview in der Frankfurter Rundschau, 22.5.2025</strong><br />
&#8222;Man muss hier schon einen Unterschied zu heute in den Blick nehmen und das ist die Gewalt in Weimar: 400 000 SA-Männer standen bereit – eine paramilitärische, gewaltbereite Miliz, die offen zur Einschüchterung, Bedrohung und Gewalt gegen politische Gegner und Minderheiten, also gegen Linke, Kommunisten, Sozialdemokraten und ebenso gegen Juden eingesetzt wurde. Und auf der Linken gab es den Rotfrontkämpferbund, der sich ebenfalls mit Gewalt gegen SA und die staatliche Polizei zur Wehr setzte. Solche Gewaltverhältnisse sind in der Bundesrepublik glücklicherweise nicht der Fall. Aber was die politische Sprache betrifft, gibt es bedenkliche Parallelen.&#8220; <a href="https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/historiker-michael-wildt-wir-sind-in-keinem-jahr-1933-weder-hier-noch-in-den-usa/ar-AA1Fi2Jc" target="_blank" rel="noopener">weiterlesen&#8230;</a></p>
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		<title>Zum Geschehen am besetzten sozialwiss. Institut der Humboldt-Universität am 23. Mai 2024</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Wildt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 May 2024 06:42:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein Augenzeugenbericht Ich bin am Donnerstag, 23.5., gegen 13.30 Uhr, zum Sozialwissenschaftlichen Institut der Humboldt-Universität gekommen, das tags zuvor von pro-palästinensischen Protestierenden besetzt worden war, um gegebenenfalls deeskalierend zu wirken, damit die Vereinbarung, die das Präsidium mit den Protestierenden getroffen hat, umgesetzt und die Besetzung um 18 Uhr friedlich beendet wird. Das Institut war von [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Augenzeugenbericht</strong><br />
Ich bin am Donnerstag, 23.5., gegen 13.30 Uhr, zum Sozialwissenschaftlichen Institut der Humboldt-Universität gekommen, das tags zuvor von pro-palästinensischen Protestierenden besetzt worden war, um gegebenenfalls deeskalierend zu wirken, damit die <a href="https://www.hu-berlin.de/de/pr/nachrichten/mai-2024/nr-24522" target="_blank" rel="noopener">Vereinbarung, die das Präsidium mit den Protestierenden getroffen hat</a>, umgesetzt und die Besetzung um 18 Uhr friedlich beendet wird.<br />
Das Institut war von außen von der Polizei abgesperrt; ein Zugang nur über den Nebeneingang Georgenstraße möglich mit Ausweiskontrolle durch die Polizei. <span id="more-2450"></span>Allerdings ließen die Protestierenden, die den Zugang von ihnen kontrollierten, zu diesem Zeitpunkt nur sehr wenige Studierende ein. Im Hof des Instituts (offen zur Georgenstraße hinter dem Zaun) wurden Statements verlesen und Slogans wie „Viva Palästina“ oder „Free, free Palestine“ gerufen.<br />
Zur vereinbarten Diskussionsveranstaltung mit dem Präsidium und Professor:innen der HU, die um 15 Uhr im Institut beginnen sollte, wurde eine große Zahl von Studierenden eingelassen. Zusammen mit Rahel Jaeggi bekam ich selbst dazu ebenfalls Gelegenheit.<br />
An diesem Nachmittag habe ich die Hass-Graffitis nicht gesehen und konnte deshalb später dazu auch nicht öffentlich Stellung nehmen. <em>Aber ich will deutlich klarstellen: Ich verurteile jegliche antisemitische Hasspropaganda. Die Hass-Graffitis im ISW sind abscheulich und fordern zu Gewalt gegen Jüd:innen auf, auch gegen jüdische Studierende. Diese Graffitis müssen strafrechtlich geahndet werden.</em><br />
Im Kontrast dazu war Versammlung, an der über hundert Studierende teilnahmen, friedlich, vor allem geprägt durch persönliche Statements von Studierenden. Die Präsidentin und Professor:innen antworteten, ohne dass sie unterbrochen oder verbal angegriffen wurden. Die Kommilitonin, die das Gespräch moderierte, war eindeutig um respektvollen Umgang miteinander bemüht. Woraus für mich als Konsequenz folgt: Straftäter verfolgen, mit dialogorientierten Studierenden diskutieren.<br />
Die Atmosphäre im Hörsaal veränderte sich, als gegen 16.50 Uhr die Nachricht in den Hörsaal drang, dass die Polizei draußen vor dem Institut die Georgenstraße räumte. Diese Maßnahme war offenkundig der Präsidentin nicht vorher kommuniziert worden, die daraufhin zuerst telefonisch und persönlich vor dem Institut mit der Einsatzleitung der Polizei um Deeskalation verhandelte.<br />
Mit der Räumung der Straße war das Verlassen des Instituts von nun an nur noch mit Einwilligung der Polizei, die mittlerweile in Kampfmontur aufmarschiert war, möglich. Auf Verlangen der Polizei musste der Nebeneingang geöffnet bleiben. An diese offene Schnittstelle zwischen Polizei und Studierenden habe ich mich hingestellt, und gemeinsam mit anderen Professor:innen konnten wir durch unsere Präsenz mehrere brenzlige Situationen, die durch das aggressive Verhalten von Polizisten entstanden waren, deeskalieren.<br />
Nachdem die Präsidentin in ihren Verhandlungen mit der Einsatzleitung die Einigung erzielt hatte, dass die Studierenden, die die Versammlung besucht hatten, unter Begleitung von Professor:innen das Gebäude unbehelligt verlassen können, widerrief die Polizei diese Einigung wenig später und verlangte, dass von sämtlichen Personen, die das Gebäude verlassen, die Personalien aufgenommen werden. Die Präsidentin bemühte sich vergeblich um ein Einlenken der Polizeiführung. Diese Polizei-Maßnahme bedeutet für mich eine pauschale Kriminalisierung der Studierenden.<br />
Erst gegen 18.30 Uhr konnte die erste Gruppe von Studierenden, begleitet von einem Mitglied des HU-Präsidiums, das Gebäude verlassen. Ich folgte mit einer zweiten Gruppe gegen 18.45 Uhr. Wir wurden in der Georgenstraße zu einem abgesperrten Bereich geführt und die Identifikationspapiere zur Erfassung eingesammelt. Um 19.20 Uhr erhielt ich meinen Personalausweis wieder und konnte die Absperrung verlassen.<br />
Die Präsidentin hat das Möglichste getan, um die Situation zu deeskalieren; für die Eskalation hat die Polizei gesorgt, indem sie die Straße räumte und entgegen der vorherigen Einigung auf der Personenerfassung bestand. Dass nicht die Vereinbarung zwischen Präsidium und Protestierenden auf friedliche Beendigung der Besetzung bis 18 Uhr umgesetzt werden konnte, stattdessen offensichtlich der Berliner Senat in das Geschehen massiv eingriff, ist in meinen Augen ein schwerwiegender Eingriff in die Autonomie der Hochschule und eine bewusste Beeinträchtigung der Selbstregulierungskompetenz der Universität.</p>
<p>Hier auch die <a href="https://www.hu-berlin.de/de/pr/nachrichten/mai-2024/nr-24523-1" target="_blank" rel="noopener">Presse-Erklärung der Humboldt-Universität zu den Vorgängen</a>.</p>
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		<title>Meine Beschwerde beim Deutschen Presserat gegen die verleumderische Hetze von BILD</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Wildt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 May 2024 09:57:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am 11. Mai 2024 habe ich Beschwerde beim Deutschen Presserat eingelegt gegen den verleumderischen Artikel &#8222;Universitäter&#8220; in der BILD vom 10.5.2024: &#8222;Der Artikel ist eine böswillige Verleumdung und bewusste Verdrehung von Tatsachen. Das &#8222;Statement von Lehrenden an Berliner Universitäten&#8220; drückt Kritik an dem Polizeieinsatz an der Freien Universität Berlin aus und die Sorge, dass damit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 11. Mai 2024 habe ich Beschwerde beim <a href="https://www.presserat.de/" target="_blank" rel="noopener">Deutschen Presserat</a> eingelegt gegen den verleumderischen Artikel &#8222;Universitäter&#8220; in der BILD vom 10.5.2024:<br />
&#8222;Der Artikel ist eine böswillige Verleumdung und bewusste Verdrehung von Tatsachen. Das <a href="https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSfVy2D5Xy_DMiaMx2TsE7YediR6qifxoLDP1zIjKzEl9t1LWw/viewform" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Statement von Lehrenden an Berliner Universitäten&#8220; </a>drückt Kritik an dem Polizeieinsatz an der Freien Universität Berlin aus und die Sorge, dass damit das Grundrecht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit verletzt wird, und tritt dafür ein, dass die Dialogfähigkeit an den Universitäten bewahrt und geschützt wird.<br />
Das Statement nimmt explizit keine inhaltliche Stellung zu den Forderungen der Demonstrant:innen. <span id="more-2444"></span>Weder unterstützt es noch identifiziert es sich mit deren Forderungen. Daraus abzuleiten, die Unterzeichner:innen, darunter auch ich, hätten einen &#8222;offenen Brief für Juden-Hass-Demos&#8220; unterschrieben, ist eine böswillige Verleumdung, die mit der Abbildung der Porträts und Namen von 13 Unterzeichner:innen (fehlt nur noch die Adresse), darunter auch ich, diese Menschen persönlich markiert und bewußt möglichen Gewaltaktionen aussetzt.<br />
In meinem Fall ist die Behauptung eine bewußte Verleumdung, da allein ein Blick in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Wildt" target="_blank" rel="noopener">Wikipedia</a> genügt hätte, um zu belegen, dass ich ein international renommierter NS- und Holocaust-Historiker bin, in meinem wissenschaftlichen Werdegang Gast des International Institute for Holocaust Research, Yad Vashem, Jerusalem war. Nicht zuletzt gehöre ich dem Editiorial Board der Yad Vashem Studies, Jerusalem, an. Mir zu unterstellen, ich würde &#8222;Juden-Hass-Demos&#8220; unterstützen, ist böswillige Verleumdung, die mich als Antisemit darstellen will.&#8220;<img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-medium wp-image-2445" src="https://michael-wildt.de/wp-content/uploads/2024/05/BILD-10.5.2024-350x433.jpg" alt="" width="350" height="433" srcset="https://michael-wildt.de/wp-content/uploads/2024/05/BILD-10.5.2024-350x433.jpg 350w, https://michael-wildt.de/wp-content/uploads/2024/05/BILD-10.5.2024-485x600.jpg 485w, https://michael-wildt.de/wp-content/uploads/2024/05/BILD-10.5.2024.jpg 661w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></p>
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		<title>Statement von Lehrenden an Berliner Hochschulen zum Polizeieinsatz an der FU am 3.5.2024</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Wildt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 May 2024 09:33:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Lehrende der Berliner Hochschulen verpflichtet uns unser Selbstverständnis dazu, unsere Studierenden auf Augenhöhe zu begleiten, aber auch zu schützen und sie in keinem Fall Polizeigewalt auszuliefern. Unabhängig davon, ob wir mit den konkreten Forderungen des Protestcamps einverstanden sind, stellen wir uns vor unsere Studierenden und verteidigen ihr Recht auf friedlichen Protest, das auch die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als Lehrende der Berliner Hochschulen verpflichtet uns unser Selbstverständnis dazu, unsere Studierenden auf Augenhöhe zu begleiten, aber auch zu schützen und sie in keinem Fall Polizeigewalt auszuliefern. Unabhängig davon, ob wir mit den konkreten Forderungen des Protestcamps einverstanden sind, stellen wir uns vor unsere Studierenden und verteidigen ihr Recht auf friedlichen Protest, das auch die Besetzung von Uni-Gelände einschließt. Die Versammlungs- und Meinungsfreiheit sind grundlegende demokratische Rechte, die auch und gerade an Universitäten zu schützen sind. <a href="https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSfVy2D5Xy_DMiaMx2TsE7YediR6qifxoLDP1zIjKzEl9t1LWw/viewform" target="_blank" rel="noopener">Weiterlesen&#8230;</a></p>
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		<title>Im Rausch des Bildersturms</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2022 18:42:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[„Völlig sinnlos, noch etwas zu sagen, da mitten hinein ins Gebrüll. Niemand hört zu, im schlimmsten Fall brüllen sie lauter […] denn die Deutschen sind ja deswegen so laut, weil sie es seit Jahren so verdammt ernst meinen mit der Bekämpfung des Antisemitismus in ihrem Land und darin gerade wieder so schrecklich betrogen worden sind. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Völlig sinnlos, noch etwas zu sagen, da mitten hinein ins Gebrüll. Niemand hört zu, im schlimmsten Fall brüllen sie lauter […] denn die Deutschen sind ja deswegen so laut, weil sie es seit Jahren so verdammt ernst meinen mit der Bekämpfung des Antisemitismus in ihrem Land und darin gerade wieder so schrecklich betrogen worden sind. Dabei zerstört vor allem dieses Brüllen alles, jedes Ringen um Vernunft, Augenmaß, Verständigung, Fakten.“<br />
<strong>Eva Menasses geistreicher Essay zur Debatte um Antisemitismus und Documenta</strong> im <a href="https://www.spiegel.de/kultur/eva-menasse-ueber-documenta-skandal-und-antisemitismus-in-deutschland-meint-ihr-das-wirklich-ernst-a-47d0f1df-ad60-4dc4-a601-c1c66f6535cf" target="_blank" rel="noopener">SPIEGEL</a><br />
<img decoding="async" class="aligncenter size-medium wp-image-2383" src="https://michael-wildt.de/wp-content/uploads/2022/07/Menasse_Im-Rausch-des-Bildersturms_SPIEGEL-Essay-350x232.jpg" alt="" width="350" height="232" srcset="https://michael-wildt.de/wp-content/uploads/2022/07/Menasse_Im-Rausch-des-Bildersturms_SPIEGEL-Essay-350x232.jpg 350w, https://michael-wildt.de/wp-content/uploads/2022/07/Menasse_Im-Rausch-des-Bildersturms_SPIEGEL-Essay-650x431.jpg 650w, https://michael-wildt.de/wp-content/uploads/2022/07/Menasse_Im-Rausch-des-Bildersturms_SPIEGEL-Essay-768x509.jpg 768w, https://michael-wildt.de/wp-content/uploads/2022/07/Menasse_Im-Rausch-des-Bildersturms_SPIEGEL-Essay.jpg 800w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></p>
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		<title>Gespür für historische Umbrüche</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Feb 2022 14:59:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Rezension von Dietmar Süß in der Süddeutschen Zeitung vom 31. Januar 2022: &#8222;Michael Wildt hat ein grandioses Buch über die Zeit zwischen 1918 und 1945 geschrieben. In &#8222;Zerborstene Zeit&#8220; geht es nicht um ein glattes Narrativ, sondern um die Empfindungen und Erfahrungen der Zeitgenossen: &#8222;Geschichte von unten&#8220; in seiner besten Ausprägung.&#8220; Mehr lesen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rezension von Dietmar Süß in der Süddeutschen Zeitung vom 31. Januar 2022:</strong><br />
&#8222;Michael Wildt hat ein grandioses Buch über die Zeit zwischen 1918 und 1945 geschrieben. In &#8222;Zerborstene Zeit&#8220; geht es nicht um ein glattes Narrativ, sondern um die Empfindungen und Erfahrungen der Zeitgenossen: &#8222;Geschichte von unten&#8220; in seiner besten Ausprägung.&#8220; <a href="https://www.sueddeutsche.de/politik/zeitgeschichte-weimarer-republik-drittes-reich-nationalsozialismus-michael-widt-holocaust-1.5518151" target="_blank" rel="noopener">Mehr lesen&#8230;</a></p>
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		<title>Brüche in den Individuen: Michael Wildt über &#8222;Zerborstene Zeit&#8220;</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Feb 2022 14:52:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Nicht von den Kommandohöhen der Politik die Geschichte der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus betrachten, war das Anliegen des Historikers Michael Wildt für sein neues Buch. Stattdessen rückt er die Wahrnehmungs- und Erfahrungsgeschichte in den Fokus, etwa durch private Tagebücher von Zeitzeugen. Ein Gespräch zwischen Harald Asel und Michael Wildt auf Inforadio Berlin. Hier zum [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht von den Kommandohöhen der Politik die Geschichte der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus betrachten, war das Anliegen des Historikers Michael Wildt für sein neues Buch. Stattdessen rückt er die Wahrnehmungs- und Erfahrungsgeschichte in den Fokus, etwa durch private Tagebücher von Zeitzeugen.<br />
<strong>Ein Gespräch zwischen Harald Asel und Michael Wildt auf Inforadio Berlin</strong>. <a href="https://www.inforadio.de/rubriken/wissen/geschichte/2022/01/michael-wildt-29-1-.html" target="_blank" rel="noopener">Hier zum Nachhören</a>.</p>
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		<title>Lesenswert! Susan Neimans Kritik an der gegenwärtigen Debatte um Antisemitismus</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jan 2021 20:15:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&#8222;Inwieweit darf man die israelische Besatzungspolitik kritisieren, bevor man als Antisemit bezeichnet wird? Und inwieweit benutzen rechte Kräfte den Holocaust, um ihren eigenen Rassismus zu verdecken?&#8220; Die Philosophin und Direktorin des Einstein-Forums in Potsdam Susan Neiman zur Frage: &#8222;Wer spricht für die Juden?&#8220; Mehr lesen&#8230;.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Inwieweit darf man die israelische Besatzungspolitik kritisieren, bevor man als Antisemit bezeichnet wird? Und inwieweit benutzen rechte Kräfte den Holocaust, um ihren eigenen Rassismus zu verdecken?&#8220;<br />
Die Philosophin und Direktorin des Einstein-Forums in Potsdam Susan Neiman zur Frage: &#8222;Wer spricht für die Juden?&#8220;<br />
<a href="https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/antisemitismus-einstein-arendt-li.129865" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehr lesen&#8230;.</a></p>
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		<title>Elisabeth von Dücker</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Sep 2020 20:07:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Erst heute habe ich erfahren, dass eine wunderbare Kollegin, Historikerin: Elisabeth von Dücker am 9. Juli 2020 gestorben ist. Ich kannte sie als Gründerin und inspirierende Kraft des Stadtteilarchivs Ottensen; sie hat das fabelhafte Wandbild &#8222;Frauenarbeit im Hamburger Hafen&#8220; mit anderen Frauen und Künstlerinnen realisiert; sie war im Altonaer Museum und im Hamburger Museum der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="aligncenter size-medium wp-image-2337" src="https://michael-wildt.de/wp-content/uploads/2020/09/Elisabeth-von-Duecker-350x358.jpg" alt="" width="350" height="358" srcset="https://michael-wildt.de/wp-content/uploads/2020/09/Elisabeth-von-Duecker-350x358.jpg 350w, https://michael-wildt.de/wp-content/uploads/2020/09/Elisabeth-von-Duecker-586x600.jpg 586w, https://michael-wildt.de/wp-content/uploads/2020/09/Elisabeth-von-Duecker-768x786.jpg 768w, https://michael-wildt.de/wp-content/uploads/2020/09/Elisabeth-von-Duecker.jpg 1000w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" />Erst heute habe ich erfahren, dass eine wunderbare Kollegin, Historikerin: <strong>Elisabeth von Dücker</strong> am 9. Juli 2020 gestorben ist. Ich kannte sie als Gründerin und inspirierende Kraft des Stadtteilarchivs Ottensen; sie hat das fabelhafte Wandbild &#8222;Frauenarbeit im Hamburger Hafen&#8220; mit anderen Frauen und Künstlerinnen realisiert; sie war im Altonaer Museum und im Hamburger Museum der Arbeit eine engagierte Kustodin, die die damals anstößige, anstoßende Ausstellung &#8222;Sexarbeit&#8220; kuratiert hat&#8230; und vieles mehr. Ich habe sie sehr geschätzt und trauere um sie! Wer mehr über sie erfahren möchte, sollte dieses schöne <a href="http://www.bzw-weiterdenken.de/2020/01/liebe-zur-arbeit-der-frauen-die-museumskuratorin-elisabeth-von-duecker/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Porträt von Juliane Brumberg</a> lesen.</p>
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		<title>Nein, Herr Posener&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Wildt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2020 14:05:48 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Mbembe]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8230; wer Achille Mbembe kritisieren will, muss ihn korrekt und vollständig zitieren. Das tun Sie nicht. Um Ihren Vorwurf, Mbembe sei ein Holocaust-Relativierer zu untermauern, schrieben Sie: „Für Mbembe sind ‚das Apartheidsystem in Südafrika und die Vernichtung der Juden in Europa‘ (immerhin gibt er zu, dass der Holocaust stattgefunden hat) ‚zwei emblematische Manifestationen der Fantasie [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; wer Achille Mbembe kritisieren will, muss ihn korrekt und vollständig zitieren. Das tun Sie nicht.</p>
<p>Um Ihren Vorwurf, Mbembe sei ein Holocaust-Relativierer zu untermauern, <a href="https://www.welt.de/kultur/article207338945/Achille-Mbembe-bei-Ruhrtriennale-Es-reicht-mit-dem-steuerfinanzierten-Israelhass.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">schrieben Sie</a>: „Für Mbembe sind ‚das Apartheidsystem in Südafrika <span id="more-2323"></span>und die Vernichtung der Juden in Europa‘ (immerhin gibt er zu, dass der Holocaust stattgefunden hat) ‚zwei emblematische Manifestationen der Fantasie der Ausgrenzung‘. Was an sich schon in seiner Verkennung der besonderen Rolle des Antisemitismus im Christentum, Islam und der Moderne eine Verniedlichung des Judenmords darstellt.“<br />
Tatsächlich lautet das Zitat in der deutschen Ausgabe: <em>„Das Apartheidregime in Südafrika und – in einer ganz anderen Größenordnung und in einem ganz anderen Kontext – die Vernichtung der europäischen Juden sind zwei emblematische Manifestationen dieses Trennungswahns.“</em> (Achille Mbembe, Politik der Feindschaft, Berlin 2017, S. 89)<br />
Sie legen mit Ihrer Auslassung eine Gleichsetzung nahe, wo Mbembe ausdrücklich differenziert hat. Das ist kein korrekter Umgang mit Zitaten, wie René Aguigah zu Recht kritisch angemerkt hat. Auch sollte man seine Leserinnen und Leser ernst nehmen und nicht bevormunden, sondern ihnen durch vollständiges Zitieren ein eigenes Urteil erlauben.</p>
<p>Nun<a href="https://starke-meinungen.de/blog/2020/06/17/ueber-textverdrehungen-und-taschenspielertricks/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> schreiben Sie</a>, dass Sie die Parenthese ausgelassen hätten, weil sie sie für „salvatorisches Blabla“ gehalten hätten, jetzt aber merkten, dass sie „das Wesen der Mbembe’schen Geschichtsfälschung“ enthalte. Die Formulierung „in einer ganz anderen Größenordnung“ sei grundfalsch, da der Holocaust „nicht ein viel größere Form der Apartheid“ sei, sondern es sich „um ein nicht quantitativ, sondern qualitativ anderen Vorgang“ handele.<br />
Ich sehe schon in der deutschen Übersetzung keine rein quantitative Aussage, aber das französische Original, das Sie, wie Sie ausdrücklich schreiben, zugrunde gelegt haben, ist unmissverständlich: <em>&#8222;Le système de l’apartheid en Afrique du Sud et, sur le mode paroxystique et dans un contexte distinct, la destruction des juifs d’Europe constituèrent deux manifestations emblématiques de ce fantasme de séperation.“</em> Mbembe verwendet einen Begriff aus der Medizin („paroxystique“), der den kritischen Höhepunkt einer Krankheit, die maximale Intensität der Symptome markiert – ein klar qualitativer Begriff. (Dank an Joseph Croitoru)</p>
<p>Nein, Herr Posener, so überzeugen Sie mich nicht! Es braucht schon Sorgfalt und Genauigkeit in dieser Debatte. Mbembes Satz stellt weder eine „Verniedlichung des Judenmords“ noch eine „Geschichtsfälschung“ dar. Wir waren in unserer <a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/ueber-eine-ausufernde-debatte-mbembe-und-kein-ende.4000.de.html?dram:article_id=478595" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Diskussion</a> am vergangenen Freitag schon weiter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>21. Juni: Eine Ergänzung</strong></p>
<p>Alan Posener hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass Achille Mbembe den Begriff „paroxystique“ in seinem Text noch ein weiteres Mal verwendet, nämlich um die Situation in Palästina gegenüber dem Apartheidregime in Südafrika zu charakterisieren. Im französischen Original heisst es: „L&#8217;enchevetrement des différents segment raciaux étant devenu la règle, la dialectique de la proximité, de la distance et du controle ne pouvait jamais atteindre les seuils paroxystiques observés dans le cas de la Palestine.“ (deutsche Ausgabe: „Da die wechselseitige Verflechtung der verschiedenen Rassesegmente die Regel geworden war, konnte die Dialektik der Nähe, Distanz und Kontrolle niemals die in Palästina zu beobachtenden kritischen Schwellen erreichen.“ Politik der Feindschaft, S. 86)</p>
<p>In der Tat – da gebe ich Alan Posener recht – verwischt Mbembe mit seiner Wortwahl Unterschiede, die mit differierenden Begriffen deutlicher zu trennen wären. Dass er damit, wie Posener meint, „den Holocaust verniedlicht“, verfehlt den Punkt, denn es geht Mbembe in seinem Buch um die Analyse von Gewalt, nicht um deren Minimierung.<br />
Mbembes Sicht auf Israel teile ich nicht. Aber selbst wenn wir seine radikale Kritik an der israelischen Besatzungspolitik ablehnen, sollten wir in der Lage sein, zuzuhören, über Argumente aus dem globalen Süden nachzudenken, und sie nicht selbstgewiss abwehren und ausgrenzen. Der Blick auf die Welt und die geschichtlichen Erfahrungen sind in Johannesburg, Mumbai oder Jakarta andere als in Berlin, London oder Tel Aviv.</p>
<p>Der amerikanische Holocaust-Historiker Michael Rothberg hat vor einem kompetitiven Erinnern <a href="https://www.goethe.de/prj/lat/de/dis/21864662.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gewarnt</a>, bei dem sich kollektive Erinnerungen gegenseitig aus dem öffentlichen Raum verdrängen. Stattdessen schlägt er das Modell multidirektionalen Erinnerns vor, in dem sich Erinnerungskulturen dialogisch, durch Anleihen, Aneignungen, Gegenüberstellungen anderer Geschichten und anderer Erinnerungstraditionen entwickeln. Dazu sollten wir beitragen.</p>
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