Vortrag zur NS-Volksgemeinschaft

anlässlich der
Eröffnung der Ausstellung
Das „KdF-Seebad Rügen“ – Fotografien aus der Planungs- und Bauphase 1935 bis 1938
am 11. Juni 2017 im Prora-Zentrum
Grußwort von Patrick Dahlemann, Parlamentarischer Staatssekretär
Einführung in die Geschichte der Fotografien von Wim Cox, Köln
Vortrag zur nationalsozialistischen Volksgemeinschaft von Michael Wildt
Die Ausstellung zeigt Fotos des „KdF-Seebades Rügen“ von den Fotografen Hugo Schmölz und Karl Hugo Schmölz, darunter Entwurfs- und Modellaufnahmen sowie detaillierte Dokumentationen des Bauprozesses in den Jahren 1935 bis 1938. Diese Aufnahmen werden erstmals öffentlich gezeigt.

Was tun gegen Populismus? Jan-Werner Müller und Michael Wildt im Gespräch

Literaturhaus Berlin, 24. April, 20 Uhr
»Wir sind das Volk!« Das ist ein mächtiger und anspruchsvoller Satz, vor allem in einer Demokratie, in der das Volk herrscht. »Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus« heißt es im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Der Historiker Michael Wildt lotet in seinem Buch »Volk, Volksgemeinschaft, AfD« die Ambivalenzen und Abgründe des politischen Konzepts des Volkes aus (Weiterlesen →)

Claus Leggewie über „Volk, Volksgemeinschaft, AfD“

Süddeutsche Zeitung, 21. März 2017: „Ebenso tief schürft die Studie von Michael Wildt über den von der AfD zu Tode gerittenen Topos des Volkes, dessen Oszillieren zwischen Volksgemeinschaft und Demos der erfahrene NS-Forscher deutlich macht. Das Konzept der neuen Rechten ist, an solche Ambiguitäten anzuknüpfen und bequeme Konsense aufzubrechen. (Weiterlesen →)

Volksjustiz

Wer wissen möchte, was geschieht, wenn das Volk Recht spricht, findet in dem Theaterstück „Terror“ von Ferdinand von Schirach, das am 17. Oktober mit großem Medienrummel im Ersten Deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde, ein anschauliches Beispiel. Darin geht es um ein fiktives Gerichtsverfahren gegen einen Kampfjetpiloten der Bundesluftwaffe, der – in einem fiktiven Fall – ein Passagierflugzeug mit 164 Passagieren abgeschossen hat, das von einem Terroristen in seine Gewalt gebracht worden war und offenbar auf ein Stadion gelenkt werden sollte, in dem sich rund 70.000 Menschen aufgehalten hatten. Dürfen 160 Menschenleben geopfert werden, um 70.000 Menschenleben zu retten?

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